Den Deutschen Skorpion kennt WERNER (1929) zudem aus der Karnischen Hauptkette, eine spätere Arbeit (1936) widmet sich noch der Tierwelt der Umge-bung von Hermagor. – Carinthia II 190./110.:247-268. 1-52. Auch Platz zwei wird in der Skala der Nachweishäufigkeiten von der Mussen von einer primär Wiesen und Zwerg-strauchheiden bewohnenden Wolfspinne eingenommen, nämlich von Pardosa mixta. The synonymy of Porrhomma macrochelis (Emerton, 1917) with Macrargus multesimus (O. Pickard-Cambridge, 1875) is supported. Kl., 9:622-651. In addition, the author proposed management methods of the locality and suggests management efforts which can improve conditions for biodiversity within the studied area. 1999, 2011, Pearce et al. Mit dem Nachweis des Deutschen Skorpions am Gipfel der Mussen in 2.010 m Seehöhe han-delt es sich um die definitiv höchst gelegene Skorpionmeldung aus Kärnten und ganz Öster-reich (Abb. Thus, spiders play an important role in practical nature conservation. Auch die Plattbauchspinne Zelotes talpinus, ein wenig bekannter Endemit der Alpen, war kärntenweit bislang nur aus dem Glocknergebiet bekannt; die aktuellen Funde auf der Mussen werfen nunmehr ein neues Licht auf das ökologische Verhalten dieser bis zu sechs Millimeter großen, schwarzen Plattbauch-spinne. Die Tiere sind nicht nur mit Schuppenhaaren bekleidet, welche in den schönsten Farben metallisch schillern und irisieren, sondern passen auch ihr Verhalten an das ihrer Vorbilder an: sie laufen außerordentlich flink und ruckartig über den Boden und können dadurch sehr leicht mit einer Ameise verwechselt werden. Auf der Mussen gelang der Fund eines Weibchens in einem gemähten Goldschwingelrasen unweit der Seiwald-Hütte. HERBST, J.F.W. 163) lediglich in den Blockhalden und Felsstandorten des Gipfelbereiches der Mussen. Annähernd die Hälfte aller auf der Mussen nachgewie-senen Spinnentierarten lebt – für den Besucher mehr oder weniger gut sichtbar – im und am Boden, zwischen den Gräsern und auf den Blüten der Goldschwingel-, Bürstlings- und Kalkmagerrasen. 1999, Řezáč et al. Diese eindrucksvollen Vegetationsgesellschaften sind unter anderem auch der Exklusivlebensraum von Hypsosinga albovittata, einer der kleinsten Radnetzspinnen Europas. The results show that the various components of biodiversity peaked at different levels of canopy openness. 161). 147) und die Möglichkeit, dieselben als hoch sensible Bioindikatoren für Umweltveränderungen und den naturschutzfachlichen Wert von Lebensräumen und Land-schaftsteilen einzusetzen, machen aus einer über Jahrhunderte stiefmütterlich behandelten Tiergruppe eines der wichtigsten Instrumente in der täglichen Naturschutzarbeit der Kärntner Landesregierung. Feuch-tigkeitsliebende Charakterarten von Hochstaudenfluren dringen aufgrund ihrer tiefergelege-nen Hauptverbreitung nicht mehr bis auf die Mussen vor. Das konstante Offenhalten der Mussen durch eine jahrhundertelange extensive Bewirtschaf-tung und die wärmebegünstigte Lage in den Gailtaler Alpen ließ ein Auftreten von Tierarten an der oberen Grenze ihrer Vertikalverbreitung erwarten. 2001). Zudem unterstreicht das österreichweit höchstgelegene Auftreten von Skorpionen auf der Mussen die Bedeutung dieses Gebiets für die Tierwelt. Es ist der einzige Standort des Gebiets, in dem beispielsweise die feuchtigkeitsliebenden Piraten-spinnen und die Wolfspinne Pardosa amentata gefunden wurden. – Naturschutz in Kärn-ten, 15:547-565. Der unzureichende Erforschungsgrad der Gailtaler Alpen wird durch die hohe Zahl an Tierar-ten verdeutlicht, die im Zuge der aktuellen Bestandsaufnahmen auf der Mussen zum ersten Mal für diesen Gebirgszug genannt werden: 48 Spinnen- und zwei Weberknechtarten werden hiermit erstmals für die Gailtaler Alpen nachgewiesen. Hierbei darf aber nicht vergessen werden, dass Skorpione bereits um das Jahr 1650 am Loiblpass eine be-liebte Handelsware bildeten (BELLSCHAN 1938): sie wurden nach dem Einsammeln lebend versandt und dienten zur Bereitung von Skorpionöl, welches durch Ersticken von 100 bzw. Konnte er für seine 16 nachgewiesenen Spinnenarten keine rechte Be-geisterung finden – „Echte Spinnen sah ich nicht gar viele.“ (1925:63) –, schenkt er den bei-den Riesenweberknechten, die er am Weg nach Podlanig bzw. Vorkommen, Verhalten und volksmedizini-sche Bedeutung (Arachnida: Scorpiones). Kurz nach dem Ende des ersten Weltkrieges nimmt sich der Italiener Ludovico di CAPORIAC-CO (1922, 1927) der Spinnen- und Weberknechtfauna der Karnischen Alpen und des Gailtales an und veröffentlicht die ersten systematischen Aufsammlungen von Spinnen aus Kärnten.